Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden 
Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden

Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden


Das_neue_schloss

Auf dem Florentinerberg befindet sich das Neue Schloss. Im Jahre 1670 wurde hier eine 130 Meter lange Aussichtsterrasse angelegt, von der aus Besucher die Terrassengärten, die mit einer Vielzahl von exotischen Pflanzen ausgestattet sind, bestaunen können. Von hier aus wird ebenfalls ein Blick auf die Stiftskirche und den Marktplatz ermöglicht. Bis das Schloss seine Form als Renaissancepalast erhielt, wurde die im 14. Jahrhundert erbaute Burganlage mehrfach umgebaut und erweitert. Das Neue Schloss befand sich im Besitz der markgräflichen Familie. Bewohnt wurde es seit 1923. Die dringend erforderlichen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten konnten jedoch nicht gewährleistet werden, sodass das Schloss über viele Jahre zum Verkauf angeboten wurde. Das Haus Baden versteigerte im Herbst 1995 einen Großteil des Inventars und erzielte damit einen Erlös von 77,6 Millionen DM. Eine kuwaitische Firmengruppe übernahm im Oktober 2003 das Schloss mit der Absicht, dieses zu einem aufsehenerregenden Luxushotel umzubauen. Auch wenn die neuen Eigentümer am 31. Januar 2004 der Presse mitteilten, dass das Investitionsvolumen für den Umbau kein Problem darstelle, war bis zum Sommer 2005 von einem Luxus-Schlosshotel noch nicht viel zu sehen. Auch von außen betrachtet stellt das Neue Schloss eine imposante Erscheinung dar. Ein Blick auf das dreigeschossige Hauptschloss, den Remisenbau, den Küchenbau und den Archivturm bleibt unvergesslich. Auch ein Besuch des Kavalierhauses im Schlosshof, das 1709 erbaut wurde, ist empfehlenswert. Das Neue Schloss wird nach Osten hin durch einen prachtvollen Schlossgarten, der über seltene Pflanzen und Bäume verfügt, abgegrenzt. Bis zum Jahr 2003 befanden sich im Neuen Schloss die Stadtgeschichtlichen Sammlungen.


Lichtentaler_allee

Die 2.300 m lange Lichtentaler Allee beginnt am Goetheplatz und führt bis zum Klosterplatz des Baden Badener Stadtteils Lichtental. Den Weg der Allee säumen über 300 verschiedene Bäume, sowohl einheimische als auch exotische. Ein Spaziergang auf der Lichtentaler Allee lohnt sich allemal, da eine große Zahl der Baden Badener Sehenswürdigkeiten bestaunt werden kann. Beginnend am Goetheplatz ist als Erstes das Theater zu sehen, das im neubarocken Stil erbaut wurde. Nur wenige Meter weiter wird der Internationale Club, das Kulturzentrum LA 8, passiert. Dann, auf einer kleinen Anhöhe erreicht man die Kunsthalle. Diese ist durch eine gläserne Brücke mit dem Museum Frieder Burda verbunden. Weiter geht es entlang der Oos. In einem prachtvollen Park befindet sich auf der anderen Seite des Ufers das weltbekannte Brenner’s Parkhotel. Dem Kunsthallenweg weiter folgend wird das Stadtmuseum erreicht, das im Herbst 2004 eingeweiht wurde. Nach überqueren der Bertholdstraße landet man auf dem ehemaligen Kleingolfplatz. Vorbei an den Tennisplätzen des TC Rot-Weiß erreicht man die Josephinenbrücke. Diese stellt die Verbindung zur Gönneranlage her. Das ehemalige Luxushotel Parkresidenz Bellevue ist über eine private Brücke zu erreichen. Zeitgenössische Kunst lässt sich im Park der Villa Schriever bewundern. Der Bénazet’sche Gartenpavillon wurde im Dahliengarten aufgebaut. 2003 bepflanzten einheimische Gärtner dieses Areal mit Sommerblumen. Hier sind auch die Büsten von Robert Stolz, Johannes Brahms und Clara Schumann aufgestellt. Auf der anderen Seite der Oos ist das bemerkenswerte Bauwerk des früheren Hotel Bären zu sehen. Mit dem Auto ist die Lichtentaler Allee über die ausgeschilderten Straßen Richtung Casino zu erreichen. Die Kurhaustiefgarage bietet hier ausreichende Parkmöglichkeiten.


Alt-eberstein_burg

Direkt über dem Baden Badener Stadtteil Ebersteinburg, auf einer Bergkuppe, liegt die Burgruine Alteberstein. Vermutlich ist die Burg als Sitz des Grafen von Eberstein um 100 entstanden. Die Schildmauer ist der älteste Teil der Burg. 1197 wurde die Burg erstmals als Castrum Eberstein erwähnt. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichteten die Grafen von Eberstein in der Nähe die Burg Neu-Eberstein. Dort nahmen sie dann auch ihren Hauptsitz ein. Als Kunigunde von Eberstein 1240 den Markgrafen Rudolf I. heiratete, erhielt sie als Mitgift hälftig die alte Burg während die andere Hälfte an Rudolf I. verkauft wurde. Die Burgweiler Ebersteinburg ging 1288 ebenfalls in den Besitz der Badener. Die Burg Alt-Eberstein wurde durch die Markgrafen bedeutend erweitert. Zeitweise nutzten sie diese sogar als ihre Residenz, bevor sie an Burgmannen vergeben wurde. Johann von Berwartstein wurde 1290 als Burgmann genannt. Das markgräfliche Archiv wurde um 1400 auf der Burg untergebracht. Agnes von Baden wurde 1434 auf der Burg interniert. Agnes gebar ihrem Gatten Gerhard VII. Zwillinge. Da diese Kinder jedoch vor der Ehe gezeugt wurden, kam es nach dem frühen Tod Gerhards zu Erbstreitigkeiten. Agnes durchkreuzte die Heiratspläne ihres Bruders Jakob I. von Baden, indem sie sich mit ihrem früheren Verehrer Hans von Höwen verlobte. Daraufhin internierte Jakob seine Schwester auf der Burg Eberstein für den Rest ihres Lebens. 1473 starb Agnes dort erblindet. Der badische Haushofmeister Hans von Bergen bezog nach dem Tod von Agnes die Burg. Weitere Amtsträger folgen ihm. Alt-Eberstein war spätestens 1573 unbewohnt. Die Gemeinde erhielt die zu ihr gehörenden Güter.


Schloss_hohenbaden_(altes_schloss)

Am Westhang des Battert Felsens wurde das Schloss Hohenbaden als erster Stammsitz der Markgrafen von Baden erbaut. Als Burg Hohenbaden wurde mit dem Bau der Oberburg im Jahre 1102 begonnen. Die gotische Burg entstand unter Markgraf Bernhard in der Zeit von 1372 bis 1431. Markgraf Jakob erweiterte diese in der Zeit von 1431 bis 1453. Während seiner Glanzzeit verfügte das Schloss über 100 Räume. Ein Brand zerstörte es Ende des 16. Jahrhunderts. Die Ruine wurde baulich gesichert allerdings erst nach 1830. Einen unvergesslichen Rundblick über Baden-Baden kann man von Turm aus genießen. Ebenso wird von hier aus eine einzigartige Fernsicht auf die Vogesen und die Rheinebene ermöglicht. Der romantische Burghof sowie der Turm, der von Besuchern bestiegen werden kann, sind besonders sehenswert. Die zurzeit größte Windharfe Europas befindet sich im Rittersaal. Zum Alten Schloss führt von der Stadt ein herrlicher Fußweg, der zu einem Spaziergang einlädt. Bei schlechtem Wetter kann eine Anfahrt allerdings auch mit dem Auto erfolgen. Vor dem Schloss sind ausreichende Parkmöglichkeiten vorhanden. Eine Gaststätte, die von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet ist, sorgt für das leibliche Wohl. Übrigens ist die Schlossbesichtigung kostenlos. Etwas abseits im Wald verborgen in der Nähe des Schlosses liegt die Bernhardus Kapelle, in der eine Reliquie des Markgrafen Bernard II besichtigt werden kann. Felstürme von unterschiedlicher Höhe sind am Battert Felsen zu finden. Teilweise sind diese bis zu 60 Meter hoch. Die Felstürme des Battert zählen zu den besten Klettergärten Deutschlands und sind durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade sowohl für den Anfänger als auch den geübten Kletterer geeignet.


Das_baden_badener_paradies

Wer schon immer wissen wollte, wie man im Paradies lebt, sollte die am Baden Badener Annaberg gelegene Wasserspielanlage, eine Wohn- und Parkanlage aus den frühen 20er Jahren, besuchen. Am Vorbild italienischer Renaissancegärten orientierend wurde die Anlage nach Plänen des Professors Max Laeuger 1922-1925 geschaffen. Zur damaligen Zeit schwächelte der Absatz von Villen zwischen Merkurberg und Rotenbachtal und so erhielt der Karlsruher Architekt und Künstler von der Immobilienbranche diesen Auftrag als Webemaßnahme. Durch den Höhenunterschied von 40 Metern erhalten die Besucher einen unvergesslichen Blick auf den gegenüberliegenden Friesenberg, die Baden Badener Altstadt sowie den Turm der Stiftskirche, der alle Gebäude der Altstadt weit überragt. Das Baden Badener Paradies beginnt an der Markgrafenstraße mit einer Brunnengrotte mit Säulenarkaden. Talwärts erstreckt sich die Gartenanlage bis zur Bernhardstraße, hinweg über die Prinz-Weimar-Straße und Zeppelinstraße. Von symmetrisch angeordneten Villen flankiert ist die zentrale Wassertreppe. Für zum Teil sehr gravierende Zerstörungen der Brunnenanlage sorgte die Witterung. So mussten unter Einbringung von Hightech Beton Stützmauern und auch die komplette Stirngrotte stabilisiert und verfestigt werden. In den 80er Jahren wurde angestrebt, die gesamte Anlage zu entfernen. Geplant war, Wohnhäuser auf dem über 100 m langen Grundstück zu bauen. Der Freundeskreis Paradies e. V. hatte sich jedoch den Schutz und die Sanierung des Paradieses zur Aufgabe gemacht. und so konnte 2010 nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ein Baustellenfest gefeiert werden. Seitdem ist die Grotte auch für Besucher wieder begehbar. Damit die Brunnenanlage auch weiterhin erhalten bleibt, sammelt der Verein regelmäßig Spenden. Gemeinsam mit dem städtischen Gartenamt möchte der Verein bis 2015 das gesamte Paradies saniert haben.


Schloss_solms

Die Solmsstraße zieht sich entlang oberhalb des Kurhauses. An der westlichen Straßenseite befindet sich das Schloss Solms. Rechts neben dem Schloss ist der Solmssee zu finden, auf dem sich – je nach Jahreszeit – zahlreiche Schwäne tummeln. Erbaut wurde das Schloss zwischen 1873 und 1887 von Fürst Georg zu Solms-Braunfels. Der Architekt Edwin Oppler war der für den Bau verantwortliche Architekt. Das Schloss wurde einer Ritterburg ähnlich gebaut, was für die seinerzeitigen Verhältnisse eher ungewöhnlich war. So wurde dieses dann auch mit dem entsprechenden Inventar – wie Waffen und Rüstungen – ausgestattet. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist dieser Zierrat jedoch verlorengegangen. Das Schloss blickt auf eine sehr wechselhafte Geschichte zurück. Nur ein paar Jahre nach seiner Fertigstellung wurde es 1897 an Freiherr Karl von Venningen verkauft. Gustav Röder war um 1919 der nächste Eigentümer. 1928 wechselte es erneut seinen Besitzer. Luise von Eckhard kaufte das Schloss. Einiges der Schlossausstattung ging während des Zweiten Weltkrieges verloren. Die Witwe von Gustav Althoff erwarb nach dem Krieg das Gebäude. Die Bäder- und Kurverwaltung kaufte dann 1965 das Schloss Solms. Dieses wurde dann bis 1993 genutzt vom französischen Konsulat. Schließlich wurde die Stadt Baden Baden durch Umstrukturierungen der neue Besitzer des Schlosses. Vergeblich wurde von der Stadt versucht, das Schloss in den 1990er Jahren zu verkaufen. Heute nutzen die Verwaltungen des Baden Baden Tourismus, der Baden Baden Events und der Philharmonie das Schloss. Einige Probleme kamen auf die Stadt im 2009 zu. Die Büros der Stadtverwaltung mussten temporär ausgelagert werden, da Einsturzgefahr einer Decke bestand. Da sich die Decke mitsamt der Balken durchbog, wurde eine Sanierung durchgeführt.


Roemische_badruinen

Baden Baden kann auf eine lange Badetradition zurückblicken. Bereits den alten Römern war die entspannende Wirkung des Thermalwassers bekannt und so errichteten sie im damaligen „Aquae Aureliae“ die ersten Badeanlagen. Heute sind die Römischen Badruinen in Baden Baden im Boden erhaltene Überreste der antiken Thermen. Diese befinden sich unterhalb des Friedrichbades und des Marktplatzes. Um 70 nach Christi bauten die Römer einen Stützpunkt an der Oos. Diesen nannten sie „Aquae“, was gleichbedeutend „die Wasser“ oder „die Bäder“ heißt. Obwohl dieser wohl ursprünglich eher als militärischer Stützpunkt angelegt wurde, gewann im Laufe der Zeit diese auch an ziviler Bedeutung. So wurde dem Vorbild der ausgeprägten römischen Badekultur gefolgt und ausgedehnte Badeanlagen rund um die heißen Quellen von „Aquae“ errichtet. Am Fuße des Florentiner Bergs entstanden die sogenannten Soldaten- und Kaiserbäder. In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten erhielt Baden Baden sogar hohen Besuch durch die römischen Kaiser Trajan und Hadrian. Heute kann man die Ruine des Römerbades von der unter dem Römerplatz befindlichen Tiefgarage aus betrachten. Allerdings ist dies nur ein geringer Teil der gesamten Badeanlage. Der ganze Umfang der überbauten Kaiserbäder ist auf dem Marktplatz ersichtlich, wo dieser mit schwarzem Kopfsteinpflaster markiert wurde. Da die Ausstattung der um 117 nach Christi angelegten Bäder sehr schlicht ist, wird vermutet, dass es sich hier um Soldatenbäder handeln muss. Sehr gut zu erkennen ist die unter den Fußböden befindliche Warmluftheizung, die ehemals sehr leistungsfähig war. Als ausgegrabene Ruine befindet sich unter den Räumlichkeiten des heutigen Friedrichsbads das Soldatenbad. In ihrem einzigartigen erhaltenen Zustand aus der Römerzeit zeigt das Hygienebad Wand- und Fußbodenheizungen.


Merkurberg

Baden-Baden lockt nicht nur mit seinem berühmten Casino oder den antiken Thermen. Etwas außerhalb der Stadt gelangt man auf den Hausberg, den Merkur oder auch Großen Staufenberg. Seinen Namen trägt der 668 Meter hohe Berg nach dem römischen Gott Merkur, dem Gott des Handels und Gewerbes. Auf dem Gipfel befindet sich ein dem Gott gewidmeter Votivstein, dessen Nachbildung Besucher heute besichtigen können. Der ursprüngliche Namen Staufenberg geht auf die Form eines umgedrehten Trinkbechers, des Staufs, zurück. Die einzelnen Gesteinsschichten sind bis zu 250 Millionen Jahre alt. Erbebenspalten zeugen noch heute von der Entstehung dieses Tales. Auf den Gipfel gelangen Besucher entweder mit einer bequemen Bergbahn – sie verkehrt regelmäßig täglich 12 Stunden - oder aber zu Fuß über die gut ausgeschilderten und unterschiedlich anspruchsvollen Wanderwege. Die Bergbahn wurde 1913 erbaut und in den 1960er und70er Jahren wegen technischer Probleme stillgelegt. Während der Fahrt haben Touristen nicht nur einen phantastischen Blick über Baden-Baden, den Nordschwarzwald und das Murgtal, ganz nebenbei überwinden sie Steigungen bis zu 54%. Auf dem Gipfel angekommen, bietet das Restaurant Erfrischungen an. Eine Liegewiese lädt zum Ausruhen, ein Grillplatz und Spielplatz zum Picknick und Familienausflug ein. Bei schönem Wetter gleiten auch zahlreiche Gleitschirmflieger ins Tal. Ein Aussichtsturm, der auch mit einem Fahrstuhl erreichbar ist, bietet nochmals einen grandiosen Ausblick ins Tal, aber auch bis zu den Städten Gaggenau, Gernsbach, Karlsruhe und Straßburg. Hier steht auch ein Sendemast für Funk und Fernsehen. Auf dem Weg zurück ins Tal gelangen Wanderer an einem Wildgehege vorbei. Hier leben Rotwild, Damwild und Muffelwild.


Kurhaus

An der Stelle des im Jahre 1766 erbauten Promenadenhauses wurde im 19. Jahrhundert das Kurhaus, ein weißes, langgestrecktes Gebäude, errichtet. Entworfen wurde dieses im klassizistischen Stil von dem Karlsruher Baumeister Friedrich Weinbrenner. Nicht nur für gesellige Einheimische ist das Kurhaus ein beliebter Treffpunkt. Auch für Tagestouristen sowie Kur- und Kongressgäste ist es ein Anziehungspunkt in Baden Baden. Das Kurhaus besteht aus drei Teilen. Die Vorhalle des Mittelbaus, der 1821-1823 errichtet wurde, wird von acht korinthischen Säulen getragen. Zunächst diente der dahinter liegende Saal als sogenanntes Conversationshaus. Hier wurde seinerzeit dem Hazard-Spiel gefrönt. Heute ist der Saal mit seinen funkelnden Kristalllüstern als Weinbrennersaal bekannt. Neben Konzertveranstaltungen wird dieser auch für gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt. Nach Plänen des Oberbaurates August Stürzenacker wurde der linke Seitenflügel des Kurhauses 1912-1917 gebaut. In diesem befindet sich die Empfangshalle, von der aus über eine beeindruckende Treppe prunkvoll eingerichtete Gesellschaftsräume, wie unter anderem der Spiegelsaal sowie der Bénazetsaal, und Restaurants zu erreichen sind. 1853-1854 wurde der rechte Seitenflügel ausgebaut. Die Räumlichkeiten wurden dann von der weltbekannten Spielbank, dem Casino Baden Baden, bezogen. Im Stil französischer Königsschlösser des 17. und 18. Jahrhunderts wurden die Säle der Spielbank äußerst prunkvoll ausgestattet. Im Stil Louis XVI. wurde der Weiße Saal gestaltet. Nach dem Vorbild des Versailler Schlosses wurde der Rote Saal ausgestattet. In Anlehnung an die Ausstattung des Schlosses Trianon wurde der Gelbe Saal, genannt Salon Pompadour, ausgestattet. Mit den Wappen badischer Städte wurde der Grüne Saal geschmückt. Über den Autobahnzubringer ist das Kurhaus über die B 500 den Hinweisschildern folgend zu erreichen. Aber auch Einheimische weisen Ortsfremden gern den Weg dorthin.


Badener_hoehe

Den höchsten Punkt der Baden Badener Gemarkung krönt seit 1891 der Friedrichsturm die 1.002,5 Meter hohe Badener Höhe. Während der letzten 110 Jahre entwickelte sich zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Region. Und das zu recht, denn nicht nur ein topographischer Höhepunkt ist die Badener Höhe. Bei klarem Wetter kann man von der hohen Warte einen unvergesslichen Ausblick über das Wäldermeer des Nordschwarzwaldes, das unendlich erscheint, sowie über die Rheinebene bis zu den Vogesen erhaschen. Mit Hilfe vieler Spenden konnte der Schwarzwaldverein Baden Baden e. V. den Turm umfassend renovieren, sodass dieser seit Mai 2003 für Besucher wieder zugänglich ist. Neben zahlreichen Wanderwegen führt unter anderem auch der Westweg zum Turm. Dieser sehr beliebte Wanderweg führt über das Oos- und Murgtal. Gestartet wird am Wanderparkplatz in südliche Richtung. Die Wanderung auf diesem Weg, der durch eine blaue Raute gekennzeichnet ist, ist sehr bequem. Nach etwa 3 km erreicht man eine Abzweigung. Hier empfiehlt sich eine kleine Pause, um den weiten Blick hinab in die Rheinebene zu genießen. Nach etwa 1 km bergab ist der Badener Sattel erreicht. Hier führt ein schmaler Pfad links neben der Schutzhütte in ein dichteres Waldgebiet. Nach einem weiteren Kilometer wird eine Kehre erreicht, die auf die Badener Höhe führt. Nun ist der Westweg erreicht. Für den weiteren Wanderweg ist die Orientierung an der roten Raute maßgeblich. Weiter geht es auf dem Westweg zum Seekopf, vorbei an einen Gedenkstein, der an Philipp Bussemer erinnern soll. Während der weiteren Wanderung geht es vorbei am Herrenwieser See und immer wieder begeistern die Wanderer die herrlichen Eindrücke, die sie von unterwegs mitnehmen.


Ooswinkel

Die Schwarzwaldstraße verläuft parallel zum sogenannten Autobahnzubringer. Ein besonderes Kleinod der Kurstadt Baden Baden verbirgt sich auf dem Gelände der Häuser Nummer 1 bis 41. Die Fluss Oos, der auch Oosbach genannt wird, macht hier einen Bogen von circa 50 Grad. Sozial engagierte Bürger von Baden Baden wählten zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Areal zwischen dem Oosbogen und der Schwarzwaldstraße aus, um hier eine für die Arbeiter, ähnlich der Gartenstädte, zu errichten. Den Arbeitern sollte ein gesünderes Wohnen ermöglicht werden inmitten von Grünanlagen und Gärten. 1920 begann die 1912 gegründete Gemeinnützige Baugenossenschaft Baden Baden mit dem Bau der ersten Häuser. Dr. Georg Walther Groddeck, der seit 1900 in Baden Baden als Arzt praktizierte, war Mitinitiator der Baugenossenschaft, bei der er als Aufsichtsratsvorsitzender bis zu seinem Tod im Jahre 1934 tätig war. Die Kapellmattstraße erstreckt sich parallel zur Schwarzwaldstraße. Die Hirschackerstraße verläuft von dieser abzweigend in einem ähnlichen Bogen wie die Oos und mündet wieder in der Kapellmattstraße. Errichtet worden sind mehr als 100 Häuser. Überwiegend handelt es sich um zweigeschossige Einfamilienhäuser, die einen zweckmäßigen Grundriss aufweisen. In Richtung Kapellmattstraße liegen die Gärten der Schwarzwaldstraße mit den Hausnummern 1 bis 31. In Richtung Schwarzwaldstraße wurden die Gärten der Kapellmattstraße angelegt. So ergibt sich ein buntes Gartengemisch mit zahlreichen Verbindungswegen. Von einem Fußweg aus, der entlang der Oos führt, können die Gärten der Hirschackerstraße bewundert werden. Mit der Gartengestaltung geben sich die Ooswinkel-Bewohner seit jeher sehr große Mühe. So werden sowohl der Nutz- als auch der Zierteil der Gärten optimal von diesen kombiniert. Ein Spaziergang durch den Ooswinkel lohnt sich also allemal.


Festspielhaus

Mit 2.500 Plätzen ist das Festspielhaus Baden Baden das größte Opern- und Konzerthaus Deutschlands. Am 18. April 1998 wurde der Neubau, der unter architektonischer Integration des damaligen Stadtbahnhofes errichtet wurde, eröffnet. Wilhelm Holzbauer war der Architekt des Festspielhauses. Von Beginn an war ein privat finanzierter Kulturbetrieb geplant. Zum ersten privat finanzierten Opern- und Konzertbetrieb in Europa gelang die Umstellung durch eine öffentliche Anschubfinanzierung. Seit März 2000 ist die Trägerin der Betreiber GmbH die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden Baden. Andreas Mölch-Zebhauser ist der Intendant. Seit 2003 verleiht die Kulturstiftung jährlich den Herbert von Karajan-Musikpreis. Durch vier Festspielperioden ist das Programm des Festspielhauses gangjährig gegliedert. Jeweils mindestens eine Opernproduktion sowie etliche klassische Konzerte finden bei den Pfingst-, Sommer-, Herbst- und Winterfestspielen statt. Auch renommierte Ballet-Compagnien gastieren drei- bis viermal jährlich im Festspielhaus. Abgerundet wird das Programm durch Entertainmentshows. Weltbekannte Opernproduktionen waren im Festspielhaus bereits zu Gast wie zum Beispiel 2001 La Traviata, 2002 Fidelio, 2003 Die Entführung aus dem Serail, 2003/2004 Der Ring der Nibelungen, 2004 Parsifal, 2005 Die Zauberflöte, 2006 Aida sowie Lohengrin. Tannhäuser, Rosenkavalier, Freischütz und Elektra als große Opernproduktionen fanden seit 2006 viel Beachtung. Das Festspielhaus betreibt seit 2003 ein Education-Programm. So werden Schüler und Studenten unter dem Motto „Kolumbus – Klassik entdecken“ an die klassische Musik herangeführt. Mit internationalen Experten der Musikvermittlung sowie dem Ensemble „Junge Kammeroper Köln“ wird hier eng zusammengearbeitet. Zudem findet ein Schulprojekt statt, das sich „Kindermusikfeste“ nennt. Für die Erwachsenenbildung werden Seminare angeboten. Der Besuch von Konzert-, Opern- oder Ballettbesuchen wird Jugendlichen durch Sponsoren ermöglicht. Besichtigungen des Festspielhauses sind täglich möglich.


Museum Frieder Burda – Baden-Baden

Ein außergewöhnliches Museum ist das Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Schon interessante Architektur des Museumsgebäudes des amerikanischen Architekten Richard Meier ist sehenswert. Zudem ist das Museum an die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden angebunden. Die Sammlung des Museums umfasst etwa 1000 Gemälde, Graphiken und Skulpturen. Thematisch sind vor allem Werke der klassischen Moderne und zeitgenössische Künstler zu sehen. Burda hatte vor allem der abstrakte amerikanische Expressionismus, der deutsche Expressionismus im Blick. Dazu gehören Werke von Picasso, amerikanische Künstler wie Pollock, Rothko oder de Kooning sind nur wenige Beispiele für die exklusive Sammlung. Auch deutsche Künstler wie Schönebeck, Gerhard Richter oder Arnulf Rainer sind vertreten. Das Museum bietet regelmäßig Wechselausstellungen an, um den Besuchern Einblick in die umfassende Sammlung Burdas zu gewähren. Aktuell beschäftigt sich die große Ausstellung Stationen einer Sammlung mit dem Werdegang Burdas und der Entstehung seiner Sammlung, aus Anlass des 75. Geburtstages von Frieder Burda. Frieder Burda selbst ist Jahrgang 1936 und Verlegersohn. Nach der Schule arbeitete er im Verlagswesen, auch im Konzern seines Vaters Dr. Franz Burda. Neben seiner Arbeit im Verlagswesen widmete sich Burda seit dem Tod des Vaters vor allem der Kunst und seiner Sammlung. So sind Burda vor allem die modernen und jungen Künstler wichtig, denen er ein Forum bietet. Seit 2003 bietet das Museum auch etwas ganz besonderes für Kinder an: in der Kinderkunstwerkstatt können Kinder nicht unter professioneller Anleitung nur selbst kreativ werden, auch die Sammlung Frieder Burdas wird den Kindern altersgerecht nahegebracht. So ist dieses Angebot vor allem für Kindergeburtstage oder Schulklassen spannend.


Yburg

Die Yburg befindet sich auf dem Yberg in 515 Meter Höhe auf der Gemarkung von Baden Baden. Durch die Bauweise und Lage der Burg wird vermutet, dass es sich um eine sehr alte Befestigungsanlage handelt. Im Jahre 1245 wurde die Yburg erstmals urkundlich genannt. Weiter wird vermutet, dass bereits in frühgeschichtlicher Zeit der Yberg Sitz einer Fliehburg war. Die Yburg wurde unter dem Baden Badener Markgrafen Eduard Fortunat überregional bekannt. Um Gold zu gewinnen, ließ er im Jahr 1594 eine Alchimistenküche in einem Kellergewölbe einrichten. Sicher war die Burg, die seinerzeit zwei Türme besaß, bereits früh im Besitz der Markgrafen von Baden. Verschiedene Adelige belehnten sie mit der Burg. Die Ritter von Rodeck zum Beispiel im 13. Jahrhundert. Die Anlage wurde im Bauernkrieg im Jahr 1524/1525 zerstört. Allerdings wurde diese 1620 vom Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach wieder instandgesetzt. Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges im Jahr 1689 wurde die Burg dann von den Franzosen unter Düras zerstört. Mit den Restaurierungsarbeiten wurde jedoch nicht sofort wieder begonnen. Diese wurden erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgenommen. Die bei der Yburg befindliche Gaststätte stammt aus dem Jahr 1892. Als Aussichtsturm dient der Bergfried, der heute von Besuchern begangen werden kann. Für das Baden Badener Rebland sowie die Ortschaften Varnhalt, Neuweier und Steinach sind die Yburg und der Yberg das Wahrzeichen. Von der auf dem 515 m hohen Gipfel des Ybergs gelegenen Burg bietet sich den Besuchern ein herrlicher Rundumblick auf den Schwarzwald und die Rheinebene. Wenn das Wetter es zulässt, reicht der Blick sogar bis zu den am Horizont liegenden Nordvogesen.


Stiftskirche

In der Altstadt von Baden Baden, unmittelbar am Florentinerberg, wurde die Basilika seinerzeit im romanischen Stil erbaut. Sie ist das älteste Bauwerk in der Baden Badener Altstadt und zugleich die älteste Pfarrkirche. 14 Markgrafen der Markgrafenschaft Baden fanden im Chor der Kirche ihre letzte Ruhestätte. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche erstmals umgestaltet in den damals üblichen spätgotischen Stil. Im 18. Jahrhundert erhielt sie ihren heutigen Turm. Der Innenraum wurde zur gleichen Zeit barockisiert. Einer im Jahr 1867 vorgenommenen Regotisierung hat die Stiftskirche ihr heutiges Aussehen zu verdanken. Über dem Eingangsportal wachen die heiligen Apostel Peter und Paul, denen die Kirche geweiht wurde. Außer den Grablegen der Markgrafen befinden sich im Kircheninneren ein bekanntes spätgotisches Sakramentshaus sowie von Nikolaus Gerhaert aus dem Jahre 1467 ein Kruzifix. Das prachtvoll gestaltete Epitaph des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, der geschichtlich auch als „Türkenlouis“ bekannt ist und das Schloss in Rastatt erbauen ließ, nimmt unter den Gräbern der Markgrafen eine ganz besondere Stellung ein. Mit Figuren, die Tapferkeit, Weisheit und Gerechtigkeit symbolisieren, ist die Figur Ludwig Wilhelms umgeben. Vermutlich um 1490 ist eine 1,42 Meter große Figur aus Sandstein, die St. Christophorus darstellt, entstanden. Angebracht wurde diese an einem Turmpfeiler am südwestlichen Seiteneingang. In der Marienkapelle vor dem linken Seitenschiff befindet sich die 1,05 Meter große Madonna, die ebenfalls aus Sandstein gehauen wurde. 1987 wurde die um 1500 erschaffene Madonna restauriert und hierbei mit einem Zepter ergänzt. Da der Turm der Stiftskirche die gesamte Altstadt überragt, ist der Weg dorthin leicht zu finden. Täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr ist die Kirche geöffnet.


Casino Baden-Baden

Bereits Marlene Dietrich bezeichnete das traditionsreiche Casino der Kurstadt als schönes Casino der Welt. Heute gehört das Casino der Spielbank Baden-Baden GmbH und noch immer zu den traditionsreichsten und ältesten in Deutschland. Überwachtes und konzessiertes Glückspiel findet in Baden-Baden seit 1801 statt. 1838 wurde das erste von Weinbrenner erbaute Casino geschlossen. Später übernahmen Jacques Bénazet und sein Edouard die Spielbank. Sie holten Musiker und andere Künstler nach Baden-Baden und eröffneten im nahe gelegenen Iffezheim die Rennbahn. Kann heute jeder zu fast jeder Tageszeit eines der vielen Spielangebote wahrnehmen, war das Casino früher lediglich dem Adel und der übrigen gesellschaftlichen Elite vorbehalten. Führungen sind möglich und erläutern Tradition und Hintergründe des Casinos auch für ausländische Touristen in deren Sprache. Zudem gibt es die Möglichkeit, private und geschäftliche Anlässe in einem der prunkvollen Säle zu feiern. Ansonsten finden hier immer wieder Musikveranstaltungen und andere kulturelle Events statt. In diesem Jahr feiert das Casino das 60-Jährige Jubiläum der Wiedereröffnung im Jahr 1950.


Goenneranlage

Die Gönneranlage, benannt nach dem Baden Badener Oberbürgermeister Albert Gönner, wurde von Professor Max Laeuger, der diese auch entworfen hat, am 11. Oktober 1909 eröffnet. Gestiftet wurde die Gönneranlage von Hermann Sielcken, einem deutsch-amerikanischen Kaffeekönig. Seit 1952 werden in dem streng symmetrisch hergerichteten Heckengarten Rosen angebaut und gepflegt. Über 400 verschiedene Rosensorten können zwischenzeitlich gezählt werden. Im großen Bassin des Josephinenbrunnen tummeln sich Goldfische und blühen prachtvolle Teichrosen. Sofern man über die Josephinenbrücke die Gönneranlage betritt, kann man auf einer von Rosenbüschen flankierten Rasenfläche den Josephinenbrunnen sofort erblicken. Joseph Flossmann, ein Münchener Bildhauer, entwarf diesen Brunnen im Jugendstil. Zwei Figuren personifizieren die Badekuren. Die Badekur personifiziert die linke Figur und die Trinkkur die rechte. Sowohl die Josephinenbrücke als auch der Josephinenbrunnen wurde benannt nach Frau Josephine Sielcken. Hierbei handelte es sich um die Ehefrau des Stifters. Noch heute erfordert die Pflege der Gönneranlage – nicht nur wegen der hohen und kompakten Rotbuchenhecken – einen gärtnerisch hohen Aufwand. Während der Vorkriegs- und Kriegszeiten sowie während der Besatzung wurde der kunstvollen Anlage nur geringer Schaden zugefügt. Allerdings sorgte dann der Bau des Hallenbades zum bestehenden Bertholdsbad für großen Schaden in der symmetrischen Anordnung der Gönneranlage. In einen normalen Park umgewandelt werden sollte die Gönneranlage in den 1950er Jahren. Walter Rieger, der damalige Gartendirektor, konnte jedoch durch Intervention und Umwandlung der Anlage in einem Rosengarten den neobarocken Heckengarten retten. Heute können zur Rosenblüte über 400 unterschiedliche Rosenarten und –sorten, die insgesamt circa 25.000 prächtige Blüten hervorbringen, in der Gönneranlage bewundert werden. So gehören zum Beispiel die 1935 gezüchtete „Crimson Glory“ sowie die „Silver Star“ von 1966 zu den Rosenraritäten.


Caracalla_therme

Nach Plänen des Architekten Hans-Dieter Hecker wurde von 1983 bis 1985 die Caracalla Therme, ein Thermalbad, erbaut. Benannt wurde die Therme nach dem römischen Kaiser Caracalla. Dieser ließ um 200 nach Christi die an den Thermalquellen entstandenen Bade- und Kuranlagen erweitern. Ihr Wasser bezieht die Caracalla Therme aus dem Friedrichstollen. In einem Park am Rande der Altstadt Baden Badens im sogenannten Bäderviertel ist direkt unterhalb des historischen Friedrichsbades die Caracalla Therme zu finden. Aufgeteilt in mehrere Thermalwasseraußen- und Innenbecken, die unterschiedliche Wassertemperaturen bieten, verfügt die Therme über eine Wasserfläche von circa 900 Quadratmeter. Neben Hot-Whirlpools, Solarien und einem Fitness-Studio gibt es einen Strömungskanal sowie Sprudelbänke und Massagedüsen in den Becken. Eine großzügige Saunalandschaft für den ausschließlich textilfreien Genuss rundet das Angebot ab. Den Besuchern der Therme wird von Montag bis Freitag eine Wassergymnastik angeboten. Das Angebot der Therme wurde im Jahr 2009 erweitert um einen Wellnessbereich. Die Zielgruppe der Caracalla Therme ist überwiegend das Freizeitpublikum, aber bekanntlich kann der Aufenthalt im Thermalbad durchaus auch gesundheitliche Vorzüge aufweisen. Die Therme nicht betraten dürfen Kinder im Alter von unter 7 Jahren. Für Kinder ab 1 ½ Jahren gibt es außerhalb des Thermalbades ein Betreuungsangebot. In Begleitung Erwachsener dürfen Kinder von 7 bis 14 Jahren diese nutzen. Bedingt durch bauliche Einschränkungen ist das Bad für Rollstuhlfahrer leider nicht zugänglich. Für das leibliche Wohl innerhalb des Bades sorgt ein kleiner Gastronomiebereich. Im Erdgeschoss befindet sich ein Shop für die Badegäste, in dem zum Beispiel Handtücher gegen Gebühr ausgeliehen werden können. Kostenfreies Parken für zwei Stunden ist in der gesellschaftseigenen Tiefgarage möglich.


Kloster Lichtenthal – Baden-Baden

Sie suchen etwas Ruhe und Entspannung? Das Kloster Lichtenthal am Stadtrand von Baden-Baden ist dazu der ideale Ort. Frauen können sich hier zurückziehen, an Gebeten und Gottesdiensten teilnehmen, ebenso wie an der täglichen Arbeit im Haus oder klostereigenen Garten. Zudem werden in regelmäßigen Abständen Führungen sowie Veranstaltungen wie Konzerte angeboten. Die Abtei der Zisterzienserinnen entstand bereits im 13. Jahrhundert, genauer gesagt im Jahr 1245. Das Kloster geht auf die badische Markgräfin Irmengard zurück und diente als markgräfliche Grablege. Die Anlage ist dreieckig und umfasst ein Abtei-, Konvents-, Wirtschafts- und Schulgebäude, sowie eine Klosterkirche im gotischen Stil, die fürstliche Kapelle und die Einsiedlerkapelle. Auch der Marienbrunnen sei erwähnt. Die Fürstenkapelle stammt aus dem Jahr 1288. Hier liegt auch die Stifterin Irmengard begraben. Die Einsiedlerkapelle wurde 1678 errichtet und dient den Ordensfrauen als Friedhofskapelle. Die wechselhafte Geschichte der Abtei hat viele Kriege, Umbrüche und Friedenszeiten gesehen. Ob Reformation, Pfälzischer Erbfolgekrieg, das Aussterben des Markgrafen-Hauses Baden-Baden, Weimarer Republik oder die beiden Weltkriege, den Schwestern gelang es meist, ihr Haus sicher und gemäß den Ordensidealen zu lenken. Im Laufe der Zeit erlebte das Kloster auch viele Sanierungsarbeiten und Umbaumaßnahmen. So wurden etwa in den 1980 und 1990er Jahren im ehemaligen Wirtschaftsgebäude schlichte Gästezimmer eingerichtet. Vor einiger Zeit konnte Kloster Lichtenthal im Jahr 1995 das 750-jährige Jubiläum feiern. Ein Besuch lohnt sich, die Ordensschwestern sind gerne zu Führungen und Gesprächen bereit. Auch auf der eigenen Homepage können Interessierte einige Informationen finden.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Baden-Baden

Bundesland:
Baden-Württemberg

Regierungsbezirk:
Karlsruhe

Landkreis:
Stadtkreis

Höhe:
161 m ü. NN

Fläche:
140,21 km²

Einwohner:
54.494

Autokennzeichen:
BAD

Vorwahl:
07221 und im Rebland 07223

Gemeinde-
schlüssel:

08 2 11 000



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